Auf die Idee, Elektroleitungen und Telefondosen oder
ähnliches in Heizleisten zu montieren, kamen
wir durch ein denkmalgeschütztes Haus in der
Nähe Murnaus. Hier waren die Wandbeläge
so kostbar und im Falle einer Zerstörung unwiderbringbar,
dass keine Schlitze geschlagen werden konnten. Eine
Aufputzinstallation kam ebenfalls nicht in Betracht
aufgrund der Vorgaben der Denkmalschutzbehörde.
So haben wir die Idee entwickelt, alle notwendigen
Leitungen mit in der Heizleiste unterzubringen.
Mit einem speziellem Loch, 16 mm Durchmesser, unterhalb
der Bypassleitung kann ein bis zu siebenpoliges Kabel
eingebaut werden. An den Stellen, an denen Steckdosen
gewollt werden, werden die Hauptleitungen abgesenkt
und damit haben die tiefen Hohlraumdosen Platz, in
denen auch Elektroleitungen verklemmt werden.
Zusätzlich zum Elektrokabel können auch
noch Busleitungen oder auch Telekomleitungen mitgeführt
werden.
Diese Variante konnten wir bereits auch bei Niedrigenergiehäusern
einsetzen. Dadurch konnte auf die Installationsebene
verzichtet werden, weil die gesamte Elektroinstallation
quasi in der Heizleiste versteckt werden konnte.

Mit einem Kreisbohrer, Durchmesser 65, werden im
Abstand von 72 mm zwei Löcher aus dem Frontbrett
gebohrt.

In speziell gebohrten Haltern wird das Elektrokabel
parallel zur Bypassleitung geführt. An den Stellen,
an
denen Elektrodosen platziert werden, darf natürlich
kein Heizregister dahinter sein. Damit sich die
Elektrodosen nicht mit dem Hauptrohr im Wege sind,
wird in diesem Bereich mit vier 45 Grad Winkeln die
Leitung einfach abgesenkt.

Nun werden die Hohlraumdosen, wie sie auch vom
Trockenbau bekannt sind, in dem Frontbrett befestigt
und die Elektrokabel werden von hinten eingeführt.

Hier ist schon alles vorbereitet für den späteren
Einbau der Steckdosen.

Die Dosenunterteile sind bereits verklemmt und
eingebaut.

So sieht die Doppelsteckdose fertig eingebaut
in der Heizleiste aus.